Die Insel des blauen Arturo (Eveline Hasler)

Diese Geschichte handelt davon, wie sich aus einem einfachen Taschendiebstahl eine Freundschaft entwickelt.

Klappentext:

Es beginnt mit einem ganz gewöhnlichen Taschendiebstahl. Tante Britts Tasche wird auf dem Markt eines Ferienortes auf Elba geklaut. Martina hat die Szene beobachtet. Sie und ihr Bruder Ben machen sich auf die Suche nach dem schlaksigen Jungen mit dem hageren Gesicht und dem auffallenden blauen Hemd. Oben in dem ärmlichen Dorf mit den abbröckelnden Fassaden, dass den Kindern in der Stille der mittäglichen Siesta gespenstisch erscheint, finden sie ihn. Er ist sichtlich verlegen, gibt die Tasche widerspruchslos heraus, erfährt, dass nicht alle Touristen so reich sind, wie er immer glaubte. Martina und Ben freunden sich mit dem „blauen“ Arturo, wie er nach seinem Hemd genannt wird, an. Sie verbringen miteinander herrliche Stunden am Strand, machen Ausflüge mit Arturos Motorrad, erleben Abenteuer in einem verlassenen Bergwerk. Nach und nach lernen Martina und Ben die Leute aus dem Dorf kennen und sie ein wenig besser verstehen. Aber auch Arturo verliert seine Vorurteile gegen die Touristen.

Eveline Hasler schrieb im Jahre 1980 das Buch „die Insel des blauen Arturo“. In der Geschichte, die auch ungefähr dann spielt, geht es um ein Mädchen namens Martina. Sie lebt in Basel ist aber momentan mit ihrem Bruder Ben und ihrer Tante Britt in den Ferien auf Elba. Der einheimische Arturo stiehlt Tante Britts Tasche und dadurch lernt er Martina und Ben kennen. Die Geschwister freunden sich mit Arturo an und dieser verliert immer mehr seiner Vorurteile gegenüber von ausländischen Touristen. Doch auch Martina und Ben lernen viel über das wahre Leben im Süden.

Martina ist, mit ihrem kleinen Bruder Ben und ihrer Tante Britt, auf der italienischen Südseeinsel Elba in den Ferien. Als Martina mit Ben und Tante Britt auf dem Markt war und gerade einen schönen Anhänger betrachtete, fiel ihr ein Junge auf. Schon eine ganze Weile starrte er sie an und als sie ihn endlich ansah grinste er. Martina jedoch wandte sich schnell wieder ab und als sie wieder hinsah war er weg. Sie schaute sich nach seinem auffallenden blauen Hemd um und sah gerade zu, wie er die Tasche ihrer Tante stahl. Sie verfolgte ihn, doch bei einem Gemüsestand war das blaue Hemd plötzlich weg.
Sie und ihr Bruder erkundigten sich nach ihm und fanden heraus, dass er Arturo heisst und im ärmlichen Dorf am Berg wohnt. In diesem Bergdorf machten sie ihn mit Hilfe der Einheimischen ausfindig. Arturo gab die Tasche widerspruchslos und schuldbewusst zurück.
Es kam zu einem hitzigen Streitgespräch und  Arturo erkannte, dass nicht alle Touristen reich sind. Am nächsten Morgen sahen sie Arturo am öffentlichen Strand. Sie gingen zu ihm hinüber. So ging das die nächsten Tage weiter und sie freunden sich immer mehr an. Arturo brachte ihnen bei, wie man von Klippen springt und machte mit ihnen Motorradausflüge.
Eines Tages gingen Martina, Ben und Tante Britt in die Minen Steine schürfen.  Alles verlief problemlos, bis es zu einem unerwarteten Unwetter kam.  Ein Stein fiel auf Tante Britts Fuss und sie musste  ins Spital gebracht werden. Sie hatte eine schwere Verletzung und musste für die ganzen restlichen Ferien im Krankenhaus bleiben. Da sie Martina und Ben nicht alleine im Hotel lassen konnte, durften diese bei der einheimischen Margherita im Dorf wohnen. So verbrachten sie die restlichen Ferientage zusammen mit Arturo am Strand, in der Mine oder in der Stadt. Als Tante Britt aus dem Spital entlassen wurde, hiess es leider auch schon Abschied nehmen. Martina und Ben lernten in diesen Ferien viel über das nicht immer einfache Leben im Süden. Sie versprachen Arturo wieder zu kommen.  Aber auch Arturo lernte durch die Geschwister viel über das Leben der Touristen. Er möchte sie unbedingt einmal besuchen.

Ich finde es toll, wie Eveline Hasler schreibt. Sie vermittelt einem das Gefühl dabei zu sein und alles mitzuerleben. Ich finde es auch sehr interessant, wie genau sie die Unterschiede der beiden Länder anhand von gut beschriebenen Beispielen zeigt. Sie erzählt diese Geschichte so, dass man alle Vorurteile vergisst. Sie erklärt auch, wie wichtig es ist andere Sprachen zu beherrschen. Denn wenn Martina bei ihrer Grossmutter im Tessin kein Italienisch gelernt hätte, dann wäre es gar nicht möglich gewesen, dass sie sich mit Arturo anfreundet. Eveline Hasler zeigt auf, dass man aus sich heraus kommen und andere ansprechen muss. Das ist ermutigend und spornt an aus sich herauszukommen.

Dieser Abschnitt ist typisch für den Roman:

«Ist das denn so schlimm? Die Fremden haben zu jedem Kleid eine andere Tasche.»

«Und das Geld?»

«Pah, viel ist selten drin. Das meiste haben sie in den Hotels. Und dann gibt es noch Schecks. Und Versicherungen gegen alles Mögliche. Wegen so etwas muss noch keiner am Hungertuch nagen.»

«Also», rief Martina entrüstet, «du denkst wohl, alle Touristen sind reich?»

(…)

«Reich und nicht reich, was heisst das für euch?»

Ich empfehle dieses Buch Jugendlichen ab 12 Jahren, die gerne lesen und sich Gedanken über das Leben im Süden und über Themen wie Freundschaft, Armut und Vorurteile machen.  

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